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Hüslisänger


Bild: Roman Candio, 2000, Aquarell

Gründung:

1980

Auskunft:

Alois Studer, Grimmengasse 14, 4500   Solothurn
Tel. 032 / 623 17 92
Email: studerhasen@bluewin.ch

Präsident:

dauernd heiss umstritten

Mitglieder:

2

Geschichte:

Gründung als Schnitzelbankgruppe in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar (Schmutziger Donnerstag) 1980 im Zunfthaus zu Wirthen; das war die Sache von einer halben Minute. Erster Auftritt drei Tage später am 17. Februar (Fasnachtssonntag).
Seither jedes Jahr zahllose Auftritte an Fasnachtsanlässen, in den Beizen und in besonderen Häusern.

Probelokal:

wo zwei noch Platz haben

Kostüm, Masken:

professionell, sie müssen ein paar Jahre mithalten

Sonstiges

Pflege des klassischen Schnitzelbankverses in Strophen zu je vier Zeilen (sog. Kurzvers); Melodie z.Z. nach Mani Matter.

Begleitung: Langnauerli aus dem Atelier Flury.

Die Hüslisänger sind in ihrer rechtlichen Form zwar eine einfache Gesellschaft, tatsächlich aber ein sehr kompliziertes Gebilde mit Arbeitsgruppen, Redaktionskommission, Generalversammlung und volle Versammlung, häufig abhängig von den Rechnungsrevisorinnen.

Hüslisänger 2010 op. 31

Es mulet dr Roman Polanski i sim Chalet z’ Gstaad:
« Dä Hus-Arräst isch blöd, für s’ Chefi wär ig jetz parad --
zum Byspyl im Schöngrüen, dört wär dr Alltag nit so grau,
ig hätti freie Usgang -- Minderjähregi het ‘s au.“

Dr alt Ghadafi mit Gebiss
het chürzlich vorgfüehrt z’Tripolis
an ere Vehschau sini liebste zweu Kamel mit Gschrei:
si heisse Dibi-Däbi Merz und Micheline Calmy-Rey.

Wil s’ z’ Fulebach mit arme Sieche
nit mache, was si sötte mieche,
und die de Gränchner undreschiebe, schimpfe d’Uhremacher:
“Mir räche eus und spyle jetz nie meh dr Fulebacher.”

E Fasnacht spottet höche Here,
begleitet mängi Karriere.
D’Regierig rätslet, wo si chürzlich sich mol het vereint,
zum Loch i dr Plakette: “Wäm sis A-Loch isch ächt gmeint?”

Do fallt em Straume grad no y:
es chönnt emänd dr Welter sy.
Dr Welter schiesst au e Penalty,
sait es isch dr Straume Walti.

In Gränche schrumpfet d’ Fasnacht zum eifache Larifari:
Dr Banga wird verchleidet mit ‘re Burka am Hilari.
Das isch zwar so nit lustig, doch e Wunsch wird glych erfüllt:
Dr Banga gfallt eus besser, wenn er sich total verhüllt.

D’ Frau Banga, ghört au zum Regime,
leit höchste Wärt uf “anonym”.
Mir hei si ghört zum Boris säge:
“Ig wett au so ne Burka träge.”

Dr FC het hür chum no Fan
und drum au keini Hooligan.
Die Sürmle gäbe sich bi eus nit massehaft uf d’ Schnure. –
Bis Tschuggerei erschynt, wär ‘s Dryschlo einewäg scho dure.

Das WC vor em Baseltor,
es chunnt -- eventuell-- das Johr!
Notdürftig und nostalgisch dänke mir: “He, Gottfried Stutz!
Die alti Schyssi z’ bhalte het verpasst dr Heimatschutz.”

D’Volkszählig hei si früecher gmacht mit Frogeboge.
Hür tüe si amtlich kontrolliert und mit ‘me Chläber froge.
Me chönnti no ne ganze Huuffe Zählmethode nänne;
i paar Johr mache si ‘s de gwüss, indäm si nackt tüe scanne.

‘S git nume no nach Reglemänt
d’Glüehbyre, d’Milch und ‘s Kukidänt.
Für d’ Rasemäiher wird en Abgasvorschrift nit vergässe;
doch ‘s Furz-Abgas vo Bürokrate cha me noni mässe.

Wenn ‘s Auto ufglüpft wird vom Poller,
so hesch e bsund’re Höhekoller!
Dr Roland Borer nürzt zum Heinzi Müller i dr Nöchi:
“Do gsehsch, uf die Art chäm au eusereins emol i d’ Höchi.”

Zur Mitarbeiter-Zfrydeheits-Befrogig i dr Stadt,
meint ‘s Oberhaupt Kurt Fluri, ‘s gäbi gueti Resultatt.
Nur 45 Prozänt gä Antwort, löh sich drzue trybe,
und 55 Prozänt hei nit getraut, mol d’ Wohret z’ schrybe.

Dr Peter Bichsel sait zum Güx im “Flora”: “Hesch’s au gläse?
Wirdsch büesst, wenn jetz di Ghüder nümme wägruumsch mit em Bäse.
Däm sait me Littering!”-- Em Güx wott ‘s aber nit i Gring:
“Du Literat vom Littering -- ig suff e Liter ring!”

Dr Handel mit Occasione,
mit alte Chläpf, söll sich schynt’s lohne:
E Opel do, e Jaguar dört, e Peugeot, Saab au goht;
und dr Zanetti hockt als Occasion im Ständerot.

Wär trifft me a däm Apero? -- Dr Saudan mit dr Frau.
Und am Empfang i ‘r Regio-Bank? -- Dr Saudan mit Wau-wau.
Wär gseht me bi dr Prominänz? -- Dört chöme si scho z’Dritt!
Zu eim mit so vyl Apero sait ig gärn: “Nimmmimit!”

Mi Fründ stinkt jetz nach Chlütter, läbt feudal, es isch e Schand;
sogar im Feriehus hangt neu e Van Gogh a dr Wand;
er fahrt dr tüürsti Merc, chauft bi Christina’s Garderobe.
Er fahndet drum für d’ Merkel nach Stüre vo de Schwobe

Für d’BBC tüe ölf Schimpanse, guet dressierti Affe,
es eigets Filmli dräihe, wo si sälber chöi begaffe.
Dr Ivo Kummer sait: “Ig lo am nöchste Filmtag-Träffe
nach Gartezwärge hür denn ächti Affe nocheäffe

‘S isch nümm Diräkter dr Vasella;
jetz trinkt er nume no Rivella.
Er muess dr Räste Zaster, wo nem blybt, sorgfältig schone.
Mir investiere euse Bättlerlohn au nit i d’ “Chrone”.

Dr Wöfu schrybt vom Strosseplane,
vo Vauban-Ständer und Schiggane.
Doch sis Format het trotz de Poller
bi wytem no kei Höhekoller.

Jetz heit Dihr ghört die Spötterfunke
besinge ‘s Hüsli feuertrunke
mit eusem Hüslisänger Ton; mir dankbar eus verneige.
Und wenn Dihr Glück heit, wärde si no ‘s Summerkostüm zeige.

Dr FC Gossau ei Skandal!
D’Chinese wette, s’isch fatal.
Für d’Soledurner Fasnacht blybt dr gueti Ruef no grettet:
es het no kei Chines ei Stutz uf d’Hüslisänger gwettet.




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